

Heute war mal wieder einer dieser extrem ruhigen, langweiligen und geschmeidigen Tage. Kaum Kundschaft, die Chefs verkrochen sich im Büro und ließen sich nur ab und zu mal blicken, was uns die Gelegenheit gab, mal ein bisschen zu relaxen.
Es wäre ein so schöner Tag geworden.
Es wäre.
Denn es gibt immer eine Person, die dir solch einen Tag mit ihrer Egozentrik und Dummheit zunichte macht.
So wie in diesem Fall:
Ich stand wieder einmal bei den bestellten Büchern und ordnete meine Bestellungen als ein Kunde zu mir trat.
Er war ca. mitte Fünfzig, stämmig gebaut, kein Sinn für Mode (aber sowas von keinen Sinn, ich meine Hochwasserhosen mit breitkrempigen Strohhut?) und vor allem keinen Sinn für Humor.
Er hatte so diese typische Art an sich die Männer in seinen Alter gerne haben, nämlich diese extreme Egozentrik und Rechthaberei Frauen gegenüber.
Er lehnte sich an die Theke und sagte er habe ein Buch bestellt.
Ich schaute auf der Liste nach, suchte das Buch und überreichte es ihm.
Er nahm es in die Hand und reichte es mir plötzlich zurück.
Er: Können sie mir das Buch bitte aufmachen (der Titel war eingeschweißt), ich will´s mir gern anschauen.
Ich öffnete das Buch und wollte es ihm geben als er fortfuhr
Er: Ich schau es mir mal an und wenn es mir nicht gefällt dann geb ich es ihnen wieder.
Ich hielt inne.
Zur Erklärung, eine Bestellung egal welches Artikels ist grundsätzlich eine Fixbestellung, das heißt wenn ein Kunde etwas bestellt muss er es nehmen, es sei denn es wurde ein komplett falscher Titel bestellt.
Eine Ausnahme gibt es jedoch. Wenn der Kunde vorher sagt er weiß nicht ob er es bestellen soll, da er in das Buch gerne mal reinschauen will, dann können wir gewisse Bücher “zur Ansicht” bestellen.
Die Betonung liegt auf “Gewisse”. Bei vielen Büchern geht es nicht, da wir diese nicht mehr zurück schicken können.
Und wie ihr euch wohl denken könnt, war das hier genau der Fall.
Ich: Tut mir leid, aber das hier ist eine Fixbestellung. Sie haben nicht gesagt dass sie ihn zur Ansicht bestellen wollen.
Der Kunde bekam einen hochroten Kopf und legte so viel Garstigkeit in seine Stimme wie ich noch nie gehört habe
Er: Das wurde mir vorher nicht gesagt. Ich wurde als Kunde davon nicht aufgeklärt!!! (das Wort `Kunde`spuckte er regelrecht raus)
Ich: Das tut mir leid, aber solange der Kunde sich sicher ist, dass er dieses Buch bestellen will, wird es ganz normal bestellt. Beim nächsten Mal bitte einfach dazu sagen dass sie ein Buch zur Ansicht bestellen wollen, dann ist es kein Problem.
Er: Sie wissen wohl nicht viel über die Rechte eines Kunden bescheid, oder?
Ich gab ihm wortlos sein Buch zurück aber er blieb stehen.
Er: Muss ich sonst noch über etwas aufgeklärt werden was ich nächstes Mal wissen muss. (er sprach mit einer sehr süßlichen Stimme)
Was ich sagen wollte: 
Was ich wirklich sagte: Nein!
Damit drehte ich mich um und ging meiner Arbeit wieder nach!
Das nächste Ereignis hat wiedermal meine liebe Kollegin Hayley erlebt. Vielen Dank!
Die Einkaufssamstage sind bei uns und augenscheinlich auch für unsere Kunden eine Qual.
Angefangen von der meist langwierigen Parkplatzsuche, bis hin zu schreienden Kindern und überfüllten Geschäften.
Kein Wunder, dass man da schlechte Laune bekommt.
Letzten Samstag war wieder einmal das übliche Chaos los.
Zu viele gestresste Kunden und zu wenig Mitarbeiter auf der Fläche. (das schlechte Wetter war dabei nicht gerade hilfreich!)
Nun, wie schon gesagt, es waren sehr wenige Mitarbeiter da, deshalb musste Hayley kurzerhand in unsere Bestellabteilung wechseln, weil schon einige Kunden dort warteten aber kein Kollege aus dieser Abteilung in Sicht war.
Die Bestellabteilung ist ein Teil unserer Buchhandlung, wo man Bücher bestellen und diese dann da abholen kann. Da wir extrem viele Bestellungen pro Tag haben, benutzen wir ein bestimmtes System um das gewünschte Buch in all der Menge zu finden.
Jedes bestellte Buch bekommt eine sechsstellige Zahl auf den Buchrücken geklebt, das dann numerisch geordnet im Regal steht. Auf einer Liste sind dann alle Kundennamen, die ein Buch bestellt haben, samt einer Nummer aufgelistet.
Das heißt, wenn jetzt ein Kunde kommt um ein bestelltes Buch abzuholen, nennt er uns seinen Namen, dann schauen wir auf der Liste nach welche Bestellnummer sein Artikel hat und suchen diese dann im Regal. (es geht meilenweit schneller, als ich es hier beschrieben habe!:))
Also Hayley ging in die Bestellabteilung um einen wartenden Kunden zu bedienen.
Ich sollte hier vielleicht noch sagen, dass Hayley Probleme oder besser gesagt, problematische Kunden magisch anzieht.
Sie ging hin und begrüßte den Kunden.
Dieser fand es, wie wir es schon gewohnt sind, nicht nötig zurück zu Grüßen und teilte ihr in einem, ich zitiere: ”sklave-beweg-endlich-deinen-arsch-ton”, seinen Nachnamen mit.
Hayley fragte vorsichtshalber nach, ob er eh ein Buch abholen will, denn es könnte ja sein, dass er ein Buch sucht, dessen Autor diesen Namen trägt. (Hatten wir alles schon mal!)
Der Kunden antwortete sehr genervt: „Ja was denn sonst!?”
Hayley: Einen Moment, dann schau ich schnell auf der Liste nach.
Der Kunde gab nur ein unverständlichen “HMPF” von sich.
Hayley fand seinen Namen und die dazugehörige Nummer auf der Liste und drehte sich zum Regal um das Buch zu suchen, als plötzlich ein lautes “LINKS!!!” vom Kunden kam.
Hayley: Bitte was?
Kunde: Ich sagte links! Das Buch steht links oder sehen sie es denn nicht!
Hayley: Nein, ich gehe nach einem bestimmten System mit Zahlen vor. Einen kleinen Moment noch.
Kunde (ziemlich laut): Das ist mir egal. Da links von ihnen!!!!Das schwarze Buch herrgott nochmal!
(es standen mehrere schwarze Bücher in dieser Reihe!)
Hayley: Moment bitte…
Kunde (schon fast am schreien): Ich habe keinen Moment!!!
Hayley fand endlich das Buch und überreichte es ihm. (es stellte sich heraus, dass das nicht das Buch war auf das er fälschlicherweise die ganze Zeit gedeutet hat.)
Kunde (schwer atmend und im sarkastischen Ton): Ich glaub es nicht, sie haben es tatsächlich gefunden! Soll ich jetzt eine Lobeshymne für sie anstimmen?
Hayley: Nein danke, nicht nötig. Schönen Tag noch.
Sie wandte sich ab um den nächsten Kunden zu bedienen, aber es wäre doch zu schön gewesen, wenn der Mann einfach gegangen wäre!
Kunde (entsetzt): WAS??? Kann ich hier etwa nicht bezahlen?
Hayley:Nein tut mir leid, die Kasse ist vorne rechts.
Kunde (schreit durch die ganze Buchhandlung, sodass sich die anderen Leute zu ihm umdrehten): Jetzt muss ich mich vorne auch noch mal anstellen und warten, nur um einen noch beschisseneren Service als den hier zu erhalten! So ein Scheiß hier…
Hayley zum nächsten Kunden (like a boss): Grüß Gott…
Wir wissen bis heute nicht, wem er da imponieren wollte! Mir wären da jedenfalls die Eierstöcke ausgetrocknet. Aber Hayley stand ihre Frau! :)
Ach Hayley, du bist unsere Muse! :)
Das Alles hätte keine 10 Sekunden gedauert, wenn er einfach nur seinen Mund gehalten hätte, aber nein…
Wo kommen wir bloß hin, wenn heutzutage keiner mehr lächerliche 10 Sekunden warten kann!
Vor ein paar Wochen kam eine Dame, ca. Mitte fünfzig, in unser Geschäft und wollte ein Buch umtauschen.
Eigentlich gar kein Problem, solange man die Rechnung noch hat.
Sie trat also zu mir, grüßte freundlich (!) zurück und sagte, dass sie ein Buch umtauschen möchte.
Kundin: Grüß Gott, ich möchte dieses Buch hier umtauschen.
Sie legte ein gebundenes Buch auf den Tresen. Der Preis war ca. € 20
Ich(betrachtete das Buch genauer um etwaige Schäden auszumachen):Ja, haben sie die Rechnung noch?
Kundin: Ja hab ich.
(während sie danach suchte sprach sie weiter)
Kundin: Na wenigsten kann ich dieses Buch bei euch umtauschen. Vorhin in der Buchhandlung ________ hab ich mit den Angestellten schon heftig gestritten, weil sie mir dieses Buch nicht zurücknehmen wollten. Die sehen mich dort nie wieder!
Ich wurde stutzig! Warum wollte sie dieses Buch in einer anderen Buchhandlung umtauschen. Ich dachte sie hätte den Titel bei uns gekauft.
Ich wurde eines Besseren belehrt!
Die Kundin reichte mir die Rechnung. Ich sah sie mir an und brauchte eine Weile bis ich begriff. Jetzt machte auch die Aussage von vorhin einen Sinn.
Die Rechnung war in Ordnung, das Buch war darauf verzeichnet, was aber nicht passte war, wo sie dieses Buch gekauft hatte. Sie hatte es weder bei uns, noch in einer anderen Filiale erworben (ein Umtausch wäre in anderen Filialen von uns möglich gewesen), nein sie hatte den Titel bei Hugendubel in Deutschland gekauft!
Ich: Oh, tut mir leid, aber dieses Buch kann ich ihnen leider doch nicht umtauschen, da sie es nicht in einer unserer Filialen gekauft haben.
Kundin (im lauter werdenden Ton): Wieso soll das nicht gehen? Das ist ein Buch und sie sind eine Buchhandlung. Ich habe es doppelt bekommen und jetzt will ich es umtauschen!
Ich: Ich kann sie verstehen, aber sie haben den Titel in einer fremden Buchhandlung gekauft und…..
Weiter kam ich nicht. In einer raschen Bewegung riss sie mir das Buchaus den Händen und packte es wieder in die Tasche.
Ich wollte etwas erwidern, wollte ihr einfach klar machen, dass das nicht geht wie sie es sich vorgestellt hat, aber sie kam mir zuvor.
Sie setzte ein spöttische Lächeln auf und sprach mit einer süßlichen Stimme.
Kundin: Vielen Dank das war´s. Sie brauchen nicht mehr weiter zu reden, sie sehen mich hier nie wieder und meine Bücher die ich bei euch bestellt habe, können sie wieder zurück schicken.
Ich: …
Mal im ernst, es geht einfach nicht. Ein Produkt umtauschen zu wollen, dass man in einem ganz anderen Geschäft gekauft hat, nur weil es vielleicht dieselbe Berufsgruppe ist.
Würdet ihr z.B.: ein Produkt im DM kaufen und wenn es nicht passt, einfach bei Rossmann umtauschen? Nur weil beide Drogeriemärkte sind, aber komplett andere Ketten? (ich hoffe doch nicht hahahaha)
Ach, ich kann da nicht mehr viel dazu sagen. Da meint man, man hat schon fast alles miterlebt und dann kommt so was!

Das folgende Ereignis habe ich nicht persönlich miterlebt (leider), sondern ist ein Vorfall, den meine (Lieblings) Kollegin erlebt hat.
Meine Kollegin, wir nennen sie hier mal Hayley, war mit putzen und säubern ihrer Abteilung beschäftigt, als eine Kundin zu ihr trat.
Beschreiben wir hier erst einmal die Kundschaft, damit man sich danach in die Situation besser einfühlen kann:
Die Dame war, wie man auf den ersten Blick erkennen konnte, ein Snob durch und durch.
Sie war mitte Fünfzig, hatte hochgesteckte, in leuchtender Bronze gefärbte Haare und kam, mit hoch erhobenen Hauptes, gerümpfter Nase und Hosenanzug, in unsere Buchhandlung.
Sie steuerte auf Hayley zu die, wie schon erwähnt, mit putzen beschäftigt war und somit begann ein kurzes, aber doch sehr interessantes Gespräch:
Kundin, mit einem menschenunwürdigen Ton in der Stimme: „Sagen sie Fräulein, putzen sie hier nur oder sind sie auch für etwas Nützliches zu gebrauchen?“
(man beachte, wie die Kundin sich sichtlich bemüht, nicht allzu freundlich zu sein und erfolgreich auf ein höfliches “Grüß Gott” verzichtet! Faszinierend!)
Hayley: „Nein tut mir leid, ich bin hier nur die Putze“,und schickte die Dame in die Kinderbuchabteilung zu den anderen Kollegen.
(schlagkräftig gekontert Hayley! So hat das jüngere Weibchen, das ältere Weibchen erfolgreich aus seinem Revier vertrieben und konnte sich wieder dem Putzen widmen.)
Buchhandlungen können so spannend sein!
Anonym fragte: Hallo böser Literaturblogger! Keine Frage, nur ein Kommentar. Die geldgierigen Bestien... Ich hab sehr gelacht über das post. Gott sei dank geb ich solche Leute gerne (an dich zB ;)). Mach weiter so, ich brauch Erheiterung! Bis demnächst in der Arbeit (bei den Lolitas und geldgierigen Bestien) - Eine namenlose Kollegin.
XD Vielen Dank für Ihren Kommentar! Ich finde es toll, dass ich Sie damit erheitern konnte! Aber wie Sie schon bemerkt haben, bin ich bei Blogeinträgen sehr faul und brauche deshalb von Ihnen immer einen Arschtritt um weiter zu machen :DDD
Also bis nächste Woche^^

Die Geldgier des Kunden ist ein Thema, das wohl jeder Buchhändler scheut.
Prozente, Prozente, Prozente… das ist alles was zählt, man kann es schon gar nicht mehr hören.
Ich hatte vor nicht all zu langer Zeit eine Kundin, sie war Lehrerin von Beruf, die bei uns Schulbücher auf Lieferschein mitnehmen wollte.
Bei uns in der Buchhandlung ist das so geregelt:
Öffentliche Bibliotheken bekommen -10%
Schulbibliotheken bekommen ebenfalls -10%
Schulen, die nicht für die Schulbibliothek einkaufen, kriegen -5%
Eigentlich dürfte das fast überall so geregelt sein, da es sich hier um gesetzliche Angaben handelt, sprich, wir dürfen daran nichts ändern.
Ein bisschen anders ist das bei den Schulbüchern. Da wir auf diese Art von Literatur keinen Rabatt von den Verlagen bekommen, können wir diesen Büchern keine Prozente verrechnen.
Ihr glaubt ja gar nicht wie viele Diskussionen wir deswegen immer führen müssen, weil das kein Kunde akzeptiert.
Also, wie ich schon oben erwähnt habe, kam eine Lehrerin zu mir mit Schulbüchern und wollte sie per Lieferschein mitnehmen.
Alles kein Problem, Bücher per Lieferschein mit zu nehmen geht für Schulen und Bibliotheken immer.
Aber als ich sah welche Bücher sie in der Hand hatte und ihr sagte, dass ich darauf keine Prozente verrechnen könne, verschwand ihr Lächeln und eine kalte, sehr gereizte Miene erschien auf ihren Gesicht. (ja so etwas mag ich!)
Und die Diskussion begann:
Ich: Es tut mir leid, aber ich kann ihnen darauf keine Prozente geben, da es sich hier um Schulbücher handelt.
Kundin: (leicht verärgert) Aber diese Bücher sind doch für die Schule, was hätte das sonnst für einen Sinn.
Ich: Ich weiß, aber diese Art von Büchern sind von Rabatten und Prozenten ausgeschlossen! Tut mir wirklich leid.
Kundin: (wurde schon lauter) Ich nehm die Bücher doch nicht mit nach Hause, die sind für die Lehrer!!!
Ich: (was hat das damit zu tun!?) Ja, das glaub ich ihnen ja. Bei allen anderen bekommen sie ja die Prozente, aber eben nicht bei Schulbüchern.
Kundin: (wütend) Ich versteh das nicht, warum das nicht geht.
Sie nahm wutschnaubend die Bücher (es waren 3 Stück) und ging zur Kasse.
Ich: (hinterher rufend) Ich kann ihnen aber trotzdem einen Lieferschein schreiben!
Aber da ging sie schon dahin! *seufz*
Wie man´s macht, es ist falsch!!!

Wir alle kennen das: Es ist Sommer, 33°C im Schatten und am liebsten würde man sich die Kleider vom Leibe reißen!
Nun ja, die Meisten tun das auch, aber wenn man arbeiten muss oder unterwegs ist, muss man sich eben mit einer kurzen Hose einem Kleid oder Rock zufrieden geben.
Nicht so unsere “Lolita” die heute in unsere Buchhandlung kam.
Der Nachmittag war heiß und stickig, somit waren nicht sehr viele Kunden im Laden. Ich stand vorne neben der Kasse, als meine Kollegin aus der hinteren Abteilung zu mir kam. Sie meinte, ich müsse mir ein Mädchen anschauen, das angeblich nur im Bikini in der Kinderbuchabteilung stand.
Ich ging mit nach hinten, denn das wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Das erste was ich sah, war ein halbnackter Hintern einer vielleicht 13-15 Jährigen, in einem hautengen, farbenfrohen Bikinihöschen.
Wir wollten unsere Observation so unauffällig wie möglich halten, also gingen wir näher ran und taten so, als führten wir ein Gespräch. (naja, was ja auch der Fall war :))
Zusätzlich zu ihren extravaganten Bikini und Flip Flops, hatte sie noch ein weißes, durchsichtiges, viel zu kleines Jäckchen über ihren Schultern. (tut mir leid, aber dieses Jäckchen hätte sie sich sparen können)
Als sie später zu Kasse ging, wurden auch andere Kollegen auf sie aufmerksam und begannen zu tuscheln.
Es war ein ulkiges Bild. =D
Manchmal macht ihr es Pädophilen echt nicht einfach, enthaltsam zu bleiben.
Pedobär hätte seine Freude gehabt!
Diese Begebenheit ist zwar schon einige Jahre her, dennoch kann ich es nicht vergessen und zwar die erste Kundin die mich zum Weinen gebracht hat.
Damals war ich erst ca. 1-2 Jahre in unserer Buchhandlung.
Es war später Nachmittag als ein Mann zu mir trat und mir seine Kundenkarte von uns gab.
Er fragte mich, ob auf dieser Karte seine Einkäufe überhaupt gespeichert werden.
Nur zur Info: Unsere Kundenkarte funktioniert wie fast alle anderen Karten. (Libro, Merkur, Douglas, etc…. ) Das heißt, alle Einkäufe werden auf diese Karten gespeichert und am Ende/Anfang des Jahres, bekommt der Kunde dann kleine Geschenke oder Guthaben.
Ich nahm die Karte entgegen und schaute im Computer nach. Währenddessen trat seine Frau zu ihm. (Beide waren ca. Mitte Fünfzig)
Tja, es kam wie es kommen musste. Auf der Karte waren weder Einkäufe noch Informationen des Kunden verzeichnet. Ich fragte wie lange er die Karte schon hätte. Der Mann sah zu seiner Frau, die daraufhin das Gesicht verzog und sagte: „Keine Ahnung, warum sollte ich mir so was merken?´´ (charmant, charmant!)
(Die Karte gehörte offenkundig Ihr)
Da ich keine weiteren Informationen aus der Frau raus brachte, ging zu meiner Kollegin und fragte, was wir in solchen Fällen machen. (damit ist die Kundenkarte gemeint)
Sie gab mir die Kontaktdaten einer Mitarbeiterin, die speziell nur für unsere Kundenkarten zuständig ist.
Die Kundschaft kann sich mit dieser Dame in Verbindung setzen, wenn Fragen oder Probleme auftauchen, da wir hier im Geschäft das nicht tun können. (ja, ein bisschen kompliziert, ich weiß!)
Ich ging wieder zurück zu den beiden, entschuldigte mich für die Unannehmlichkeit wegen der Karte und gaben ihnen die Kontaktdaten der Frau von den Kundenkarten.
Plötzlich plusterte sich die Kundin auf und fing an mich anzuschreien. (nein ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe “schreien”)
Sie schrie, warum Sie da anrufen müsste, schließlich ist das unsere Kundenkarte und unser Problem, also müssen wir das auch lösen! (Sie benutzte auch noch ein paar unangebrachte Ausdrücke, die ich hier nicht aufschreiben will)
Ich versuchte sie zu beruhigen um ihr das ganze nochmal genauer zu erklären, aber sie hörte nicht zu und blieb stur. Sogar ihr Mann versuchte sie zu beschwichtigen. (Ihr Ehemann war wirklich nett und freundlich!)
Da sie nicht aufhörte zu zetern und mich zu beschuldigen wusste ich einfach nicht mehr was ich tun sollte. Ich stand dann nur da und kämpfte mit den Tränen.
Ich ging dann zum Chef und fragte um Rat. Dieser meinte ich solle die Kontaktdaten der Kundin aufnehmen und er versuche dann selbst das Problem mit der Karte irgendwie zu lösen.
Das tat ich dann auch. Der Ehemann gab mir alle Daten und verabschiedete sich freundlich von mir. (die Furie natürlich nicht!)
Nachdem ich die Informationen zum Chef gebracht hab, ging ich auf die Toilette und weinte und schimpfte ich ein paar Minuten.
Dieser Frau wünsche ich noch heute viel Schlechtes! (jaja, ich weiß man soll das nicht tun)